Das Schöne, das Hässliche und das Dazwischen

Schlagwort: Israel

Wie wurde Israel malariafrei?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Malaria im Gebiet des heutigen Israel endemisch und für zahlreiche Todesfälle verantwortlich. Auch zu biblischen Zeiten wurde die Region bereits von dem Virus heimgesucht. Seit 1967 gilt das Land offiziell als malariafrei. Dies ist in besonderem Maße dem Mikrobiologen Israel Jacob Kligler zu verdanken. Zu den von Kligler veranlassten Maßnahmen gehörten unter anderem die Einführung von Gambusen, die die Larve der übertragenden Mücken fressen, die Trockenlegung von Sümpfen und der Kontrolle sämtlicher stehender Gewässer, einschließlich kleinerer Pfützen unter Mithilfe der Bevölkerung.

Florian Füllbier ist der Autor, der hier aufgelisteten Bücher

Quellen

Wikipedia: Israel Jacob Kligler (Stand 02.08.26 in englischer Sprache)

Die Bundesratsinitiative zum Existenzrecht Israels ist problematisch

Der Bundesrat hat am 10.07.26 einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der die Leugnung des Existenzrechts Israels unter bestimmten Voraussetzungen unter Strafe stellen will. Die Initiative geht von der hessischen Landesregierung aus, die nach eigenen Angaben damit zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland beitragen möchte. Diesen Schutz zu stärken ist in der Tat notwendig: Nachdem Terroristen am 7. Oktober 2023 den Staat Israel überfielen und mehr als 1000 Menschen, größtenteils jüdischen Glaubens, ermordeten und Hunderte weitere verletzten, verschleppten und vergewaltigten, sorgte dies langfristig nicht etwa für eine verstärkte Solidarität mit dem jüdischen Staat. Stattdessen stieg die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland (und weltweit) an.

Dieses Problem jedoch ausgerechnet mit einer Einschränkung der Meinungsfreiheit bekämpfen zu wollen, ist aber ein gefährlicher Irrweg. Die Meinungs- bzw. Redefreiheit ist für ein funktionierendes Staatswesen von elementarer Bedeutung. Sie ermöglicht die Benennung von Missständen und deren Korrektur. Einige Einschränkungen wie etwa das Verbot von Verleumdungen sind zwar notwendig, doch es muss sehr enge Grenzen für die Einschränkung dieses wichtigen Grundrechts geben. Es gibt gute Gründe, Israel zu unterstützen, beispielsweise sind in keinem anderen Land im Nahen Osten Minderheiten besser geschützt. Ziel muss aber sein, mit eben diesen Gründen zu argumentieren statt mit Verboten jegliche Diskussion im Keim zu ersticken.

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Berichterstattung der israelischen Armee über den Gaza-Krieg

Im Rahmen der Berichterstattung über den aktuellen Krieg in Gaza werden immer wieder Behauptungen veröffentlicht, die von der Hamas stammen. Zwar wird in der Regel darauf hingewiesen, dass sich diese nicht überprüfen lassen, aber ein Nachrichtenwert wird den Angaben der Terrororganisation dennoch zugestanden. Wer davon ausgeht, dass eine Gruppe wie die Hamas, die noch auf das Abschlachten von Kleinkindern stolz ist, auch vor dem Erzählen von Lügen nicht zurückschreckt, kann sich stattdessen auf der Seite der israelischen Armee (Israel Defense Forces (IDF)) über die dortige Sicht der Dinge informieren: https://www.idf.il/en/mini-sites/hamas-israel-war-23/. Dort ist gut dokumentiert festgehalten, wie die IDF tatsächlich vorgeht, und wie die Hamas Zivilisten in Gefahr bringt, indem sie sie zum Beispiel darand hindert, aus gefährdeten Gebieten zu fliehen.

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Wenig Bekanntes über Israel

Zu den wenig bekannten Fakten über Israel gehört, dass große Teile des jüdischen Staates ab Mitte des 19. Jahrhunderts von den Anhängern der zionistischen Bewegung gekauft wurden. Selbst die alles andere als israelfreundliche Studie „Acquisition of land in Palestine“ aus dem Jahr 1980, die auf der Homepage der Vereinten Nationen veröffentlicht wurde, kommt nicht umhin, dieses Faktum anzuerkennen. Dort heißt es in der Schlussfolgerung: „Prior to the military operations of 1948 and 1967, the land had been acquired by the traditional market methods, […}“1.

Eine umfassendere Beschreibung der historischen Veränderungen der nahöstlichen Besitzverhältnisse liefert der vom „The Rohr Jewish Learning Institute“ publizierte Artikel „Land Ownership in Palestine, 1880 – 1948“2. Dort wird unter anderem darauf hingewiesen, dass von den jüdischen Einwanderern oft felsiges und verschlammtes Land, das als wertlos galt, erworben und urbar gemacht wurde. Die Verbesserung der landwirtschaftlichen Versorgung in Kombination mit dem Zufluss europäischen Kapitals führten zu einem Aufschwung der vorher als unattraktiv geltenden Region, der auch viele arabische Einwohner anlockte. Es ist also keineswegs immer gegeben, dass arabische Familien länger in Israel ansässig sind als jüdische.

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Quellen

  1. CEIRPP (1980): „Acquisition of land in Palestine“: https://www.un.org/unispal/document/auto-insert-208638/ (Stand 20.10.2023) ↩︎
  2. Aumann, Moshe (1972): „Land Ownership in Palestine, 1880 -1948“ https://lessons.myjli.com/survival/index.php/2017/03/26/land-ownership-in-palestine-1880-1948/ (Stand 20.10.2023) ↩︎

Der entscheidende Grund, Israel zu unterstützen

Israel sieht sich in den ersten Oktobertagen des Jahres 2023 massiven Attacken durch die radikal-islamische Terrororganisation Hamas ausgesetzt. In seinem Bestreben, sich gegen die Angriffe zu verteidigen, verdient der jüdische Staat Unterstützung. Der Grund dafür, warum es angemessen ist, auf Seiten Israels zu stehen, liegt aber nicht so sehr in der deutschen Vergangenheit wie in der israelischen Gegenwart: Die Tatsache, dass es sich um den einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten handelt, ist Israels großes Plus. Wäre es tatsächlich die faschistische Diktatur, als die seine Feinde es darstellen wollen, gäbe es auch keinen Anlass, mit seinem System solidarisch zu sein. Dass es diese nicht ist, wissen selbst seine Feinde: Als 2007/2008 die Hamas die Macht von der vorher in Gaza regierenden Fatah übernahm, floh eine große Zahl von Fatah-Kämpfern nach Israel …

Florian Füllbier ist der Autor, der hier aufgelisteten Bücher