Wer sein Land dauerhaft verlässt, weil er die dortigen Bedingungen als gefährlich oder in anderer Weise nicht erträglich empfindet, tut dies nicht aus klimatischen Gründen. Beliebte Zielländer für die Suche nach Sicherheit, Stabilität und Verbesserung der wirtschaftlichen Situation sind unter anderem das heisse und trockene Australien, das in der Wüste gelegene Dubai und das für lange und warme Sommer bekannte Spanien. Aber auch im kalten Kanada fühlen sich zahlreiche Einwanderer wohl. Dagegen werden Länder mit weltweit einzigartigen Voraussetzungen für hohe landwirtschaftliche Erträge wie Malawi, Zimbabwe oder Bangladesch gerne verlassen. Die Ursachen sind in den Ergebnissen der dortigen Politik zu suchen, nicht in den klimatischen Gegebenheiten. Entsprechende Vorsicht ist geboten, wenn irgendwo von Klimaflüchtlingen gesprochen wird.
Florian Füllbier ist der Autor, der hier aufgelisteten Bücher.
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